Berliner Balkan

Berliner Balkan

Zeitgenössische bulgarische Literatur ist kaum auf Deutsch zu finden – der eta-Verlag ändert das nun

Das Balkanische, das Bulgarische lässt sich schwer in der Kulturlandschaft Berlins finden. Georgi Gos-podinov, Ilja Trojanow, Elias Canetti: Erstklassige Literatur aus Bulgarien oder der bulgarischen Diaspora spielen im öffentlichen Bewusstsein kaum eine Rolle. Von der hochintellektuellen und politischen zeitgenössischen Literatur des Landes am Schwarzen Meer, das gerade die EU-Ratspräsidentschaft innehat, wissen die wenigsten Berliner etwas.

Einige haben sich daran gemacht, dies zu ändern. Zu ihnen gehören Thomas Frahm und Rumen Milkow. Am Donnerstag stellte Frahm sein neues Buch »Bote aus Bulgarien« und Milkow die Neuauflage der Satire »Bai Ganiu« von Aleko Konstantinow im »Pro Kiez Bötzowviertel« vor. An diesem Abend liefern Frahm und Milkow leider jedoch lediglich Außenansichten auf ein »kurioses Balkanland«, anstatt die Realität eines postsowjetischen, neoliberalen Landes zu zeigen, dessen Naturschutzgebiete verhökert werden, in dem Firmen aus dem EU-Ausland die Umwelt verseuchen und in dem Textilgiganten wie H&M unter miserablen Arbeitsbedingungen ihre Kleidung nähen lassen.

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